Beza Mahafaly

Das Sonderreservat "Bezà Mahafaly" liegt 35 km nordöstlich des Ortes Betioky Sud

Für alle Schutzgebiete Madagaskar ist  ANGAP zuständigen Organisation . Beza wird mit der  Forstuniversität (Université d'Antananarivo - Ecole Supérieure des Sciences Agronomiques, Département des Eaux et Forêts) verwaltet .

Ich habe als Studentin mehrere Wochen in der Reservat gelebt. Es ist ein besondere Reservat mit vielen Flora und Fauna

Das Sonderschutzgebiet Beza Mahafaly besteht aus zwei räumlich getrennten Parzellen:

Die etwa 100 Hektar umfassende erste Parzelle erstreckt sich entlang des Flusses Sakamena, der nur 2 bis maximal 3 Monate im Jahr Wasser führt. Während der Regenzeit kann es jedoch zu Überschwemmungen kommen. Die Vegetation wird von Tamarindenbäumen (Tamarindus indica) und anderen, in Madagaskar endemischen Baumarten wie Albizia (Albizzia polyphylla) oder Acacia (Acacia rovumae) geprägt.

Die 2.Parzelle umfasst 520 Hektar. Didieraceen sind typisch für das Erscheinungsbild dieses Dornenwaldes .

Das Vorkommen zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten zeichnen das Sonderschutzgebiet "Bezà Mahafaly" So kommen hier fünf Halbaffenarten - Verraux's Sifaka, Katta, Lepilemur und zwei Arten von Mausmakis - vor. Weiterhin leben in den Grenzen des Schutzgebietes vier Tanrekarten und der rare Fosa (Cryptoprocta ferox). Zudem sind zwei Schildkrötenarten sowie vielzählige weitere Reptilien anzutreffen Auffällig ist auch der Reichtum an Vogelarten.

Bezà Mahafaly hat trotz der eindrucksvollen Landschaft und des Tierreichtums aufgrund der schlechten Infrastruktur der ganzen Region ein eingeschränktes touristisches Potential.

Genehmigung für den Besuch von Beza Reservat bekommt man Vorort oder bei ANGAP

Beza Mahafaly ist von Tulear aus, mit einem Geländewagen innerhalb von 8-12 Stunden zu erreichen. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist zeitaufwendig und anstrengend.

Besucher des Schutzgebietes benötigen ein Zelt. Einfache sanitäre Anlagen bestehen im Projektcamp. Besuchern wird dringend empfohlen ausreichend Nahrungsmittel und Trinkwasser mitzuführen. Vorsicht ist wegen des Vorkommens von giftigen Skorpionen angeraten.

Für die Nutzung der Anlagen und den Verbrauch von Strom und Wasser sowie für die Bereitstellung eines Führers wird eine Gebühr von den Besuchern erhoben.